Mit großem Winkel, kommt große Verantwortung

Mit großem Winkel, kommt große Verantwortung

Das Weitwinkel-Objektiv: Schweres Gerät

Ich habe ich mir Ende des letzten Jahres ein Weitwinkel-Objektiv von Tamron gekauft. Denn, jetzt mal ehrlich: Die schönsten Geschenke zu Weihnachten sind doch die, die man sich selbst schenkt.
Zuerst sollte es das 16-35mm werden, da ich beim stöbern in der Secondhand Ecke allerdings das 15-30mm entdeckte, schlug ich begeistert zu!

Apropos zuschlagen, das kann man mit so einen Ultra-Weitwinkel überraschend gut; da meins gefühlt drei Kilogramm wiegt – mein windiges Kompaktstativ hält das Gewicht übrigens nicht.

Mit weiten Winkel kommt große Verantwortung

Aber genug zur Technik ran an die Praxis und eins vorweg, die Überschrift mit großer Macht kommt große Verantwortung (oder so) trifft recht gut auf den Umgang mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv zu, denn Details und Einzelheiten im Bild werden regelrecht geschluckt von der schieren Größe an Möglichkeiten, die man in einem einzelnen Bild unterbringen kann.
Nachdem ich ein großer Fan von gemütlichen 35mm bin, haben mich die Möglichkeiten von 15mm schier erschlagen, denn mein Auge war (oder eher ist immer noch) gewöhnt daran in 35mm Framing zu denken: Was jetzt schreckenerregende schlecht im Weitwinkel funktioniert. Hier ein paar Bilder aus meinem ersten Anlauf.

Gerade bei den Bildern in der Universität fällt auf, wie klein die eigentlich so imposante Halle erscheint, an den Rändern des Bildes fehlt mir sogar etwas der Inhalt.

Mit Weitwinkel besser hoch hinaus

Aber ich wollte nicht aufgeben, also nahm ich das kleine Monster mit nach Wien für meine Silvestertrip, höchstmoviert es zu bändigen… ich muss sagen, es ist mir zum Teil gelungen aber ich war doch sehr erleichtert, als ich nach zwei Tagen wieder zurück auf mein schönes, einschränkendes 35mm Objektiv gewechselt habe. Dennoch, eine Sache die mir in Wien aufgefallen ist: Ein Weitwinkel-Objektiv lässt sich leichter bändigen, wenn man in die Höhe fotografiert.

München ReMAtch

Letztens habe ich das Weitwinkel-Objektiv einmal benutzt, um ein paar Fotos um die Hackerbrücke zu schießen, wobei ich den Einsatz einer Vignette in der Postproduktion zu schätzen gelernt habe. Durch den Einsatz von Dunkelheit an den Rändern des Bildes wird das Auge des Betrachters wieder in den Mittelpunkt gelenkt.

Die Bilder wurden im Stil eines Kondachrome-Filmes aus dem Jahr 1935 bearbeitet.

Spannend könnte es noch werden Portraits im Weitwinkel zu schießen. Meine ersten Versuchen sind… sagen wir verbesserungsbedürftig aber ich halte euch auf dem Laufenden, ob ich den Dreh auch dort noch rausbekomme.

Ich werde diesen Eintrag updaten, sobald ich neue Erfahrungen mit der Weitwinkel-Fotografie und vor allem, mit Portraits in Weitwinkelformat gemacht habe. Einen Vorgeschmack und die ersten Ergebnisse von einem Weitwinkel-Objektiv in der Porträtfotografie gibt es auf meiner Portfolio-Seite.

Habt ihr auch Erfahrungen mit diesem breiten Spektrum der Fotografie gemacht? Konntet ihr etwas mit meinen Hinweisen anfangen oder seit ihr anderer Meinung und möchtet mir auf die Sprünge helfen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Vielen Dank fürs Lesen – wir sehen uns im Neonjungle
Daniel



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